Gesichtsmodellierung > Auffüllen von Wangen und Hohlwangen


Wangen auffüllen: Hyaluronsäure oder Eigenfett bei Hohlwangen?

Hohlwangen unterpolstern

Eingefallene Wangen lassen sich durch Injektion einer stabilisierten und lang-haltbaren Hyaluronsäure (Perlane® oder SubQ®) wieder auffüllen, so dass der Eindruck einer Hohlwange verschwindet. Durch wenige Mikro-Injektionen werden die Wangen anästhesiert, so dass der kurze Eingriff schmerzfrei erfolgen kann. Der Vorteil eines Hyaluronsäure-Gels (SubQ, Q-Med oder Voluma Plus, Allergan) besteht in einer zuverlässigen Haltbarkeit, einer gesicherten Wiederabbaubarkeit, der Auflösbarkeit und in der exakten Dosierung. Der Nachteil der Wangenauffüllung mit Eigenfett ist der erhöhte Aufwand durch die Entnahme während einer Mini-Fettabsaugung, der erhöhte Behandlungsaufwand durch Einbringung mit einer relativ dicken und stumpfen Injektionskanüle und die Transplantateigenschaften selbst. Das verwendete Eigenfett ist relativ wässrig, so dass ein erheblich größeres Volumen, als benötigt, eingebracht werden muss. Das überflüssige Volumen in Form von Wasser muss aus den Wangen innerhalb von Wochen nach dem Eingriff ausgeschwemmt werden. Die Menge des anwachsenden Eigenfetts nach einer Auffüllung der Wangen ist nicht genau vorherbestimmbar und beträgt im Mittel etwa ein Drittel. Ob das Volumen der Wangen nach der Wangenauffüllung mit Eigenfett auf beiden Seiten gleich ausfällt, ist wegen der eingeschränkten Anwachs-Eigenschaften des Eigenfetts fraglich. Häufig wird der überwiegende Teil des Zellmatsch-Transplantats wieder abgebaut. Der anwachsende Teil des Eigenfetts ist allen Alterungsprozessen des Gesichts, so z.B. Fettabbau und Absacken des Mittelgesichts, ausgeliefert.

Die Verwendung eines Hyaluronsäure-Gels ist genauer, da vorhersehbarer und berechenbarer. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und dauert nur wenige Minuten. Je nach tiefe und Ausdehnung des relativen Volumendefekts eignet sich die Implantationstechnik mit stumpfer Kanüle zum Auffüllen der hohlen Wangen. Die Nebenwirkungen (im wesentlichen Hämatome, Schwellungen und Unebenheiten) sind vorrübergehend und deutlich geringer als bei der Verwendung von Eigenfett. Eigenfett kostet nichts und das Hyaluronsäure-Gel ist relativ teuer. Trotzdem wird das Auffüllen der Wangen mit Eigenfett mit zirka dem doppelten Preis angeboten. Der Kosten-Vorteil des Eigenfetts wird wegen dem erhöhten Behandlungsaufwand nicht an den Patienten weitergegeben.

Die Wangenauffüllung mit Hyaluronsäure-Gel hat den Vorteil ein genaueres Volumen der Wangen zu liefern und im Problemfalle partiell mit Hylase® auflösbar zu sein.

Weitere Informationen über den Behandlungsablauf, Kosten und Preise, Risiko und Nebenwirkung geben wir Ihnen gerne bei einer Beratung in unseren Praxen in Düsseldorf oder Köln.