Eine neue Methode der Quantifizierung des Effekts der subkutanen Injektion von lipolytischen Substanzen (Fett-Weg-Spritze)

April 2008: Eine zunehmende Anzahl von Patienten verlangt nach der Fettwegspritze (Injektionslipolyse) für ästhetische Korrekturen von Fettdepots. In den meisten Fällen wurden Vorher-Nachher-Bilder präsentiert. Wie bei jedem andern medizinischen Verfahren ist es nötig die Ergebnisse der Fett-Weg-Spritze zu quantifizieren und eine objektive und vergleichbare Datenbasis zu schaffen. Mit herkömmlichen Ultraschallsystemen kann Fettgewebe nur unzureichend vermessen werden. Hochauflösender 3D-Ultraschall ist eine relativ neue Methode um Gewebevolumen zu bestimmen. In dieser Studie wurden Fettdepots im Schulterblattbereich von Hasen vor und nach der lipolytischen (fettauflösend) Behandlung mit Lipostabil, Phosphatidylcholin und Orciprenalin (Alupent) vermessen. Die lipolytische Injektion erfolgte ultraschallgesteuert. Die RT-3D-Ultraschall-Daten wurden mit den Daten der MRI-Messung (Magnet-Resonanz-Tomographie) verglichen, die jeweils zum gleichen Zeitpunkt erhoben wurden. Die größte Abnahme des Fettdepots wurde mit Orciprenalin (Alupent) erreicht. Es entstand eine signifikante Korrelation zwischen den Ultraschall- und Magnetresonanz-Daten.
Autoren: Klein SM, Prantl L, Berner A, Schreml S, Schubert T, Rennert J, Fellner C, Stopfer A, Angele P, Schreyer AG, Schreyer CI, Feuerbach S, Jung EM (Department of Plastic Surgery, University of Regensburg, Franz-Josef-Strauss-Allee 11, 93053, Regensburg, Germany)

Submentale Fettreduktion in der Mesotherapie mit der Einzelsubstanz Phosphatidylcholin und der Kombination von Phosphatidylcholin mit organischem Silizium

Dezember 2007: Die übliche Behandlung des Doppelkinns erfolgt per Fettabsaugung (Liposuktion) oder chirurgisch. Beide Verfahren sind relativ aufwändig und teuer. Die Mesotherapie ist ein weniger invasives Verfahren. In dieser Studie wird die Wirksamkeit der Einzelsubstanz Phosphatidylcholin mit der Kombination von Phosphatidylcholin mit organischem Silizium an 12 gesunden Patienten mit Doppelkinn verglichen. Diese erhielten eine bis fünf Behandlungen im durchschnittlichen Abstand von zwei Wochen, entweder mit der Einzelsubstanz oder der Si-Kombination. Vor jeder Behandlung wurde das Doppelkinn mit der Schublehre vermessen und fotodokumentiert. Nebenwirkungen der Behandlung wie Schwellung, Hämatom (Bluterguss) und Missempfindung dieser Fettwegspritze waren mild und innerhalb von fünf Tagen vorübergehend. Die Studie schliesst, dass die Verkleinerung der Fettdepots nach drei Behandlungen optimal gewesen sei und dass zwischen den verwendeten Wirksubstanzen kein signifikanter Unterschied festgestellt werden konnte.
Autoren: Co AC, Abad-Casintahan MF, Espinoza-Thaebtharm A. (Jose R. Reyes Memorial Medical Center, Rizal Avenue, Sta. Cruz, Manila, Philippines)

Lipolyse bei Lipomen von Patienten mit familiärer multipler Lipomatosis:
Eine Ultraschall-kontrollierte Studie

Juli 2006: Die chirurgische Behandlung (Exzision) bei Patienten mit multipler Lipomatosis führt häufig nicht zu ästhetisch optimalen Ergebnissen mit vielen Narben. In dieser Studie wurden 30 Lipome bei zehn Patienten jeweils vor der Behandlung mit Phosphatidylcholin (Wirkstoff der Fett-Weg-Spritze) sonographisch vermessen. Die Injektions-Lipolyse wurde vier mal im Abstand von sechs bis acht Wochen durchgeführt. Ein Lipom wurde jeweils exemplarisch histologisch untersucht. Nebenwirkungen, Schmerzen und Patientenzufriedenheit nach der Fettwegspritze in die Lipome wurden beschrieben. Nach vier Injektionen wurde durchschnittlich eine signifikante Abnahme des Fettdepots um 45.8% festgestellt. Kein Lipom verschwand vollständig. Histologisch zeigte sich eine leichte granulomatöse Pannikulitis der Septen. In ca. einem Viertel der Fälle (27%) trat ein Hämatom (Bluterguss) auf. Vier der zehn Patienten beschrieben eine Druck-Schmerzhaftigkeit für drei Tage nach der Fett-Weg-Spritze. Ernste oder systemische Nebenwirkungen wurden während der Studie nicht beobachtet.
Autoren: Bechara FG, Sand M, Sand D, Rotterdam S, Stücker M, Altmeyer P, Hoffmann K. (Department of Dermatology and Allergology, Ruhr-University Bochum, Germany)